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Interview mit Dr. Christian Ulzhöfer, Geschäftsleitung SMT

 

 

 

 

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Herr Ulzhöfer, Sie haben eine getaktete Inline-Fertigung in den letzten Monaten eingeführt. Welche Hürden galt es dabei zu überwinden?

CUL: Die Taktung aller firmeninternen und externen Prozesse musste komplett neu gestaltet werden. Nicht nur die Produktion arbeitet im Linientakt, sondern auch der Vertrieb, die Technik und unsere Lieferanten. Dazu mussten wir in allen Bereichen (einschließlich unserer Lieferanten) eine eigene Infrastruktur und Planung aufbauen, die genau auf den Liefertermin einer Anlage abgestimmt ist. Die Taktung läuft unabhängig von der Größe einer Anlage, die sich um den Faktor 10 im Arbeitsinhalt unterscheiden können.

 

Welche Erleichterungen bringt dieses Konzept Ihrer Produktion?

CUL: Das umgesetzte Produktionsprinzip richtet sich nach den Lean Vorgaben. Fluss, Takt, Ziehen. Die Anzahl der Arbeitspapiere wurde um über 75% reduziert. Durch den Fluss der Maschinen über ein Schienensystem konnten wir die Logistikwege um ca. 75% abbauen. Die Termine sind über den Takt vorgegeben. Alle Prozesse sind auf Ziehen ausgelegt um Prozesszeitschwankungen abzufangen.

 

Immer mehr Firmen verlagern Ihre Produktion ins Ausland. SMT wirbt mit der Aussage "Made in Germany". Welche Werte stehen dahinter?

CUL: Reproduzierbarkeit und Qualität. Unsere Mitarbeiter in der Produktion sehen sich wie das Management und der Qualitätsmanger für ihre arbeitet verpflichtet und eben auch für das qualitative Ergebnis. Wenn ein Zulieferteil oder ein konstruktiver Ansatz nicht passen sollte, dann können wir uns auf unsere Leute verlassen, dass es auf allen Ebenen aufgedeckt wird. Dasselbe gilt für Ideen und Vorschläge. Alle denken und handeln mit.

 

Wie werden Sie Ihren Produktionsstandort in Deutschland für die Zukunft sichern?

CUL: Der zentrale Ansatz ist Qualität, Effizienzsteigerung und Geschwindigkeit.

 

Als weltweit agierendes Unternehmen tragen Sie der Umwelt gegenüber eine gewisse Verantwortung. Wie umweltfreundlich produziert SMT?

CUL: Durch Austauschbehälter von uns und den Lieferanten konnten wir Müll und Entsorgung reduzieren. Dieser Punkt wird und muss in Zukunft weiter vorangebracht werden. Wir sind in unserer Produktion auf Montage spezialisiert und daher sehr energiesparsam. Die Auswahl an Materialien fokussiert sich bei SMT neben Energie und Kosten auch auf Verträglichkeit für den Anwender. Wir legen Wert darauf nur unbedenklich Stoffe einzusetzen, für die die Mitarbeiter und Anwender keine besondere Ausbildung benötigen. Es gibt Ausnahmen, die dann aber wirklich auch seltene Ausnahmen bleiben.

 

Stellen Sie sich beim Thema Umweltschutz auch die Kosten-Nutzen-Frage?

CUL: Die Frage ist fast schon populistisch, da es eines der weitverbreitetsten Themen in unserer öffentlichen Diskussion ist. Umweltschutz und Industrie versuchen sich entweder gegenseitig in bestimmte Ecken zu stellen, oder jeder für sich versucht sich mit irrealen Argumenten hervorzuheben. Umweltschutz bringt mittel- bis langfristig immer Vorteile. Es kommt allerdings auf die Umsetzung an. Nicht alles was als Umweltschutz verkauft wird bringt auch Vorteile für die Umwelt. Wir erkennen aktuell, dass die Themen Energie- und Stickstoffverbrauch bei unseren Kunden immer stärker in den Vordergrund rücken und unsere Entwicklungen der letzten Jahre immer stärker Anerkennung finden. Mit diesen Themen können wir Punkten. Die Kosten-Nutzen-Frage wird immer vom Kunden beantwortet, auch in Bezug auf die eigene Fertigung. Solange man Kosten mit Vorteilen oder langfristigen Einsparungen belegen kann, zieht man den Kunden auf unsere Seite.

 

Was werden die wichtigsten Innovationen und Weiterentwicklungen sein, an denen SMT zur Zeit arbeitet?

CUL: Wir arbeiten aktuell an einer Next Reflow Generation, die sich gerade an den Themen Energie- und Stickstoffverbrauch orientiert und weltweit als der Benchmark gelten wird.

 

 



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